Kurbäder während der Kurreise in schöne Gegenden steigern das Immunsystem der Kurgäste aller Altersklassen.

schneekope_bad_flinsberg Kurbäder haben viele Einsatzgebiete. Bekannt sind sie vor allem für ihre starke Wirkung auf das Immunsystem. Wer also wiederholt unter Erkältungen leidet, kann während der Kurreise viel für die Zukunft verändern. Als Pfarrer Kneipp noch lebte, war die Stärkung der körpereigenen Abwehr der unbestrittene Schwerpunkt seiner Behandlung. Verblüffend ist es für die Besucher der Kurbäder, wenn sie feststellen, wie schnell die Wirkung eintritt, denn in den meisten Fällen fühlen die  Gäste der Kurreise die positive Wirkung direkt nach der ersten Anwendung. Eine gesunde Wirkung fühlen auch Allergiker, denn die Reaktion auf die verschiedenen Auslöser wird weniger stark ausfallen. In die Schlagzeilen geraten, ist die Kneipp Kur durch ihren Einsatz in der Krebstherapie. Nach abgeschlossener Behandlung ist die Immunstimulanz eines der Hauptprobleme der Betroffenen, denn durch Chemotherapie und Bestrahlung ist die körpereigene Abwehr enorm geschwächt. Die Kneipp Behandlung ist auch bei derart schweren Erkrankungen hilfreich und kann viele Infekte verhindern. Die Kurreise bietet die Hydrotherapie nach Kneipp, aber auch für Menschen mit depressiven Neigungen, an. Kurbäder, die nach Kneipp arbeiten, bieten vor allem Güsse an. Dabei hält der Therapeut einen dickeren Wasserschlauch, aus dem das Wasser ohne Druck herausläuft, mit etwa 15 cm Abstand an den Körper des Gastes. Wer gesund ist, kann das zu Hause unter der Dusche an sich selbst, nicht an Kindern, ausprobieren. Dazu sollte man den Duschkopf abschrauben. Der Wasserstrahl fließt mit der richtigen Geschwindigkeit, wenn man den Schlauch umdreht und das Wasser noch etwa 10 cm aus dem Schlauchende nach oben sprudeln kann. In den Kurbädern hält der Behandler grundsätzlich einen Finger an den Wasserstrahl um jede Temperaturschwankung sofort zu registrieren. Die richtige Temperatur sollte während des Gusses etwa 12°C betragen. Länger als 30 Sekunden dauert der Guss wegen der tiefen Temperatur nicht, wobei das persönliche Kältegefühl entscheidet. Es ist wichtig, während des Gusses tief ein- und auszuatmen. Wird es zu kalt, wird die Behandlung von den Fachkräften der Kurbäder damit für den Tag abgeschlossen. Während der Kurreise ist es notwendig, dass man vor dem Gang in die Kurbäder gut aufgewärmt ist. Einen kalten Körper darf man nicht mit kalten Güssen behandeln. In manchen Fällen genügt es sich vorher aufzuwärmen. Die Behandlung der Kurbäder findet nicht direkt nach den Mahlzeiten statt, denn auch das wäre ungesund. Die Urlauber erfahren während der Kurreise, dass man sich nach den Güssen nicht abtrocknen soll. Stattdessen wird das Wasser nur abgestreift. Danach zieht man sich an und sollte sich flott bewegen um den Kreislauf in Schwung zu bringen und von den gesunden Folgen der Anwendung der Kurbäder zu profitieren. Dabei spielt es keine Rolle ob man während der Kurreise warme oder kalte Güsse in Anspruch nimmt. Der wichtigste Unterschied besteht nur in der Wassertemperatur, die bei den warmen Anwendungen bei 38°C liegt.

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